Eine Welle der Unterstützung

2015-01-21_HugTheWorld_Foto-Loft_web-1„Wir wollten zeigen, was unsere Stadt ohne Menschen und Inspirationen aus dem Ausland wäre“, erklärt Elke Klee. Zu zweit entwickelten sie diesen Gedanken weiter und hatten bald eine Fülle von Ideen. Die Dresdner Vielfalt mit Schloss Pillnitz, der Brühlschen Terrasse oder dem Trubel der Dresdner Neustadt wäre schließlich ohne Ausländer nicht denkbar. Nach den Feiertagen war die Idee zu einem Konzept geworden und es stellte sich die Frage: „Wie finanzieren wir das?“

Klee und Bracklow schickten ihr Ideenpapier mit der Bitte um eine finanzielle Unterstützung an Bekannte und Geschäftspartner. „Der Erfolg hat uns wirklich überrascht“, sagt Markus Bracklow, denn bereits am nächsten Tag lagen Zusagen für 80 Prozent des Budgets vor. Hoteliers, Gastronomen und viele andere Unternehmer oder Privatpersonen boten Unterstützung an.

20150109_130323„Wir haben sofort das Filmteam gebucht und die Website an den Start gebracht“, erinnert sich Elke Klee, die plötzlich jede Menge um die Ohren hatte. Drehgenehmigungen mussten organisiert werden, und „in nur zwei Tagen fanden wir Protagonisten aus Syrien, Polen, England, China und acht weiteren Nationen für unseren Film“. Daneben trafen immer mehr E-Mails von Spendern und Unterstützern ein.

Ein Erfolg für die Menschen in der Stadt

Screen englandEine anstrengende Woche später war der neue Film online. Unter dem Motto „Dresden umarmt die Welt“ zeigt er, wie die Stadt durch fremdländische Einflüsse reicher, schöner und vielfältiger wurde. In den ersten drei Wochen wurde der Sieben-Minuten-Clip mehr als 17.000-mal bei YouTube abgerufen. Auf der Webseite www.dresden-weltoffen.de nimmt die Auflistung der Unterstützer längst mehr als die Hälfte des Raums ein und viele haben das Logo der Kampagne auf ihre Websites übernommen. So wie Johannes Haenchen, Geschäftsführer des Restaurants Lingner im Dresdner Hygienemuseum. Er setzte das Banner auf die Startseite seiner Internetpräsenz. In einem eigenen Video wagt er zudem augenzwinkernd ein eigenes „Multikulti-Experiment“: Er scheitert grandios beim Versuch, eine „Sächsische Kartoffelsuppe“ nur mit Zutaten eindeutig deutscher Herkunft zu kochen. Sein Fazit: Unsere Kartoffelsuppe bleibt multikulti!

www.dresden-weltoffen.de